Wenn Nein-Sagen wehtut
Die britische Evaluationsbehörde NICE polarisiert
Ja sagen kann schwierig sein, Nein sagen braucht in aller Regel aber mehr Mut. Vor allem wenn es darum geht, Menschen eine Behandlung zugänglich zu machen oder zu verweigern.
Die britische Evaluationsbehörde NICE polarisiert
Ja sagen kann schwierig sein, Nein sagen braucht in aller Regel aber mehr Mut. Vor allem wenn es darum geht, Menschen eine Behandlung zugänglich zu machen oder zu verweigern.
Drug-Eluting-Stents: auch im Klinikalltag sicher
In der bisher grössten Beobachtungsstudie hatten Patienten, die einen medikamentös beschichteten Stent (drug-eluting stent, DES) erhalten hatten signifikant bessere klinische Outcomes als Vergleichspatienten, denen ein einfacher Stent (bare-metal stent) eingelegt worden war, berichtete Pamela S. Douglas vom Duke Clinical Research Institute in Durham, North Carolina. Die Studie wurde simultan auch online publiziert (J Am Coll Cardiol 2009; DOI: 10.1016/j.jacc.2009.03.005). Hintergrund der Untersuchung waren die Kontroversen um DES, die wegen dramatischen Reduktionen bei Restenosen und wiederholt notwendigen Revaskularisationseingriffen rasch Eingang in die klinische Praxis gefunden hatten, dann aber wegen Berichten über gehäufte späte Stentthrombosen und eine höhere Mortalität von der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) mit Warnungen belegt wurden, die zu einem Einbruch bei den DES-Einlagen führten.
Ambulant erworbene Pneumonie: Es muss nicht immer ein Fluorochinolon sein …
Eine ambulant erworbene Pneumonie gehört zu den häufigen Hospitalisationsursachen. Gefragt ist daher eine medikamentöse Therapie, welche die Infektion effektiv beseitigt, ein minimales Resistenzrisiko hat und für die Patienten sicher ist. Grundsätzlich deckt die Kombination eines Betalactamantibiotikums mit einem Makrolid die grösstmögliche Anzahl von Erregern ab, die als Ursache für eine Pneumonie infrage kommen. In neuerer Zeit sind einige Fluorochinolone (z.B. Levofloxacin, Moxifloxacin) mit gutem Abdeckungsspektrum und günstiger Pharmakokinetik hinzugekommen, die älteren Vertretern der Wirkstoffklasse (z.B. Ciprofloxacin) überlegen sind.
Bessere Beeinflussung von Knochen- und Mineralstoffwechsel bei chronischer Nierenerkrankung
Der sekundäre Hyperparathyreoidismus (sHPT) als Folge einer fortgeschrittenen chronischen Niereninsuffizienz ist angesichts der schwerwiegenden kardiovaskulären und ossären Folgeerscheinungen eine grosse therapeutische Herausforderung. Eine Erweiterung der Behandlungsmöglichkeiten bietet das Kalzimimetikum Cinacalcet, das auch in der Schweiz zunehmende Akzeptanz findet, obwohl definitive Daten zur Morbiditätssenkung und Verbesserung des Überlebens noch ausstehen.
Das Biological war auch bei Kindern und Jugendlichen erfolgreich
Schlussfolgerungen In dieser randomisierten multizentrischen Phase-III-Studie waren bei Kindern und Jugendlichen unter Etanercept schon ab zwei Wochen nach Therapiebeginn statistisch signifikante und klinisch bedeutsame Verbesserungen des Schweregrads der Plaque-Psoriasis zu erkennen.
Erste Ergebnisse mit einer lang wirkenden Formulierung von Exenatide
In einer randomisierten, offenen Studie wurde im Vergleich zwischen zweimal täglicher und einmal wöchentlicher Injektion des Inkretinmimetikums Exenatide mit der retardierten Formulierung eine statistisch signifikant bessere
Blutzuckerkontrolle erreicht.
Ein seltenes, aber wichtiges Krankheitsbild
Das Guillain-Barré-Syndrom ist eine periphere Neuropathie, die eine akute neuromuskuläre Insuffizienz verursacht. Fehldiagnosen kommen nicht so selten vor und können wegen Atemversagens zum Tod führen, was die Mortalität von 10 Prozent in prospektiven Studien erklärt. Gute Evidenz belegt, dass eine frühe Therapie effektiv ist.
Eine Bestandesaufnahme des heutigen Managements
Brustkrebs umfasst ein Spektrum verwandter, aber unterschiedlicher Krebsunterarten mit verschiedenen
Verläufen und Therapieerfordernissen. Ziel ist eine auf die Patientin und ihre Tumorfaktoren zugeschnittene Behandlung.
Komplikationen sind bei Bodypiercing erstaunlich häufig
Sie sind oft nicht ohne Weiteres sichtbar, und über Häufigkeit und Komplikationen ist wenig bekannt: modische Piercings am Körper. Eine wissenschaftliche Studie aus England versucht, etwas Licht in die vielfältigen Aufenthaltsgebiete dieses Körperschmucks zu bringen.
Sollen wir «Gesunde» mit Rosuvastatin kardiovaskulär beschützen?
In einer grossartig orchestrierten Inszenierung wurde kürzlich am Kongress der American Heart Association (AHA) und mit gleichzeitiger Publikation im «New England Journal of Medicine» (NEJM) die JUPITERStudie einer beeindruckten kardiologischen Weltöffentlichkeit vorgestellt. Es handelt sich um eine Studie mit 17 800 anscheinend gesunden (jedenfalls «lipidgesunden») Männern und Frauen mit tiefen LDL-Cholesterinspiegeln unter 130 mg/dl (3,4 mmol/l) und Konzentrationen des hochsensitiven C-reaktiven-Proteins (hsCRP) von 2,0 mg/l oder mehr, die entweder zur hohen Dosis von 20 mg Rosuvastatin (Crestor®) oder zu Plazebo randomisiert wurden.