Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen
Mit Zunahme des mütterlichen Alters und der Komorbiditäten steigen die Herausforderungen bei der Schwangerschaftsbetreuung.
Mit Zunahme des mütterlichen Alters und der Komorbiditäten steigen die Herausforderungen bei der Schwangerschaftsbetreuung.
Während der Schwangerschaft und der Postpartalperiode ist die werdende Mutter mit zahlreichen hämostaseologischen Veränderungen und Herausforderungen konfrontiert. Kommt eine angeborene oder erworbene Thrombophilie oder Blutungsneigung hinzu, können insbesondere peripartal klinisch relevante Fragestellungen und Komplikationen entstehen. Der Artikel behandelt schwerpunktmässig die Betreuung Schwangerer mit angeborener Thrombophilie und häufigen Störungen der Hämostase.
Die Zahl der schwangeren Frauen mit Herzerkrankungen nimmt zu. Dazu gehören Frauen mit angeborenen und erworbenen Herzerkrankungen (z.B. rheumatische Herzerkrankung, Aortopathien, koronare Herzkrankheit). Je nach Art und Schweregrad der Herzerkrankung kann das Risiko für kardiovaskuläre Komplikationen deutlich erhöht sein. Betroffene Frauen profitieren während der Schwangerschaft und peripartal von einer multidisziplinären Betreuung an spezialisierten Zentren.
Adipositas weist weltweit seit Jahrzenten eine steigende Prävalenz auf und hat sich zu einem bedeutenden Gesundheitsproblem entwickelt. Die effektivste Therapie der Adipositas ist die bariatrische Chirurgie. Da ein Grossteil dieser Eingriffe an Frauen im reproduktionsfähigen Alter vorgenommen wird, sind Kenntnisse über das Schwangerschaftsmanagement nach bariatrischem Eingriff von zentraler Bedeutung.
Nicht immer kann das Lebensereignis einer Schwangerschaft und Geburt als Erlebnis von Glück, tiefer Liebe und Freude empfunden werden. Gerade die peri- und postpartale Zeit stellen bei der Mutter eine vulnerable und anspruchsvolle Phase mit verschiedenen Veränderungen dar, welche sie empfindlich für psychische Erkrankungen macht. Diese können Auswirkungen auf Mutter und Kind sowie die Beziehung zwischen Mutter und Kind haben.
Die SGGG informiert über den aktuellen Stand zur Verwendung, Entnahme bei Geburt und Einlagerung von Nabelschnurblut in öffentlichen und privaten sowie hybriden Nabelschnurbanken.
VERÄNDERTE FOLSÄUREDOSIS FÜR FRAUEN MIT EPILEPSIE
Die Schweizerische Epilepsie-Liga hat ihre Empfehlung zu Folsäure neu angepasst
Dieses Update (2024) der Stellungnahme von 2019 der Schweizerischen Gesellschaft für Zytologie führt neue Elemente in die Debatte «Primäres HPV-Screening versus Zytologie» ein. Die vormaligen Bedenken behalten jedoch ihre Gültigkeit.*
Hintergrund: Im Dezember 2023 wurde der nicht-hormonell wirksame Neurokinin-3-Rezeptor-Antagonist Fezolinetant (45 mg/Tag) von der EMA zur Behandlung von vasomotorischen Beschwerden (VMS) in den Wechseljahren zugelassen. Im August wurden die Ergebnisse der Zulassungsstudien OASIS-1 und OASIS-2 für Elinzanetant veröffentlicht. Elinzanetant ist ein selektiver Neurokinin-1,3-Rezeptor-Antagonist, der ebenfalls zur Behandlung von VMS in den Wechseljahren untersucht wurde. Das Präparat wurde bereits zur Zulassung bei der FDA eingereicht.
Laura ist eine charmante 24-jährige, frisch vermählte Biologiestudentin, die gynäkologisch-endokrinologisch von mir gynäkologisch betreut wird. Sie und ihr Mann wollten eine Familie gründen – mit einem kleinen Haken. Sie hatte während der COVID-19-Pandemie 13 Kilogramm zugenommen.
Neben den klassischen kardiovaskulären Risikofaktoren begünstigen auch nicht klassische wie Stress, psychische Störungen, Migräne und Schlafstörungen kardiovaskuläre Ereignisse, wie Prof. Dr. med. Dr. sc. nat. Catherine Gebhard, Universitätsklinik für Kardiologie, Inselspital Bern, am Swiss Prevention Summit in Bern ausführte. Frauen sind davon häufiger betroffen und zum Teil schwerer als Männer.
Bekanntermassen ist die Infektion mit dem respiratorische Synzytialvirus (RSV) die Hauptursache für eine Bronchiolitis, welche vor allem für Säuglinge und Frühgeborene lebensgefährlich sein kann. Zwei neu zugelassene Strategien sollten wirksam vorbeugen können: der monoklonale RSV-Antikörpers Nirsevimab (Beyfortus®) für Säuglinge und Kleinkinder – in der Schweiz seit Herbst 2024 empfohlen – sowie die Impfung Schwangerer mit dem Vakzin Abrysvo®, für den die Empfehlungen in der Ausarbeitung sind*.
Triplenegativer Brustkrebs (TNBC) gilt als schwierig zu behandelndem Tumor mit insgesamt hohem Rezidivrisiko. Unter der Zugabe des PD-L1-Inhibitor Pembrolizumab (Keytruda®) zur Chemotherapie in der neoadjuvanten und adjuvanten Therapie wurde jetzt ein signifikant verlängertes Gesamtüberleben (OS) nachgewiesen. Dieses finale Resultat ergab die plazebokontrollierte Phase-III-Studie KEYNOTE-522 mit einem medianen Follow-up von mehr als 6 Jahren (75,1 Monate).
Patientinnen mit frühem HER2-positivem Mammakarzinom und Resterkrankung profitieren wesentlich von der adjuvanten Behandlung mit Trastuzumab Emtansine (T-DM1; Kadcyla®) verglichen mit Trastuzumab (Herceptin® bzw. Biosimilars) allein. Die neue Analyse der offenen KATHERINE-Studie ergab (u.a.), dass nach 7 Jahren noch 80,8% der Patientinnen unter T-DM1 invasiv krankheitsfrei waren (versus 76,1%) und 89,1% (vs. 84,4%) gesamthaft leben.
Autorin: Ursula Peschers
Ältere Patientinnen kommen vermehrt in die frauenärztliche Sprechstunde – auch mit Beschwerden, die immer noch mit einem Tabu behaftet sind.