Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen
Mit Zunahme des mütterlichen Alters und der Komorbiditäten steigen die Herausforderungen bei der Schwangerschaftsbetreuung.
Mit Zunahme des mütterlichen Alters und der Komorbiditäten steigen die Herausforderungen bei der Schwangerschaftsbetreuung.
Infektionen im Allgemeinen und im Speziellen in der Schwangerschaft treten, nicht zuletzt getriggert durch die mittlerweile weitgehend überwundene Corona-Pandemie, wieder zunehmend in den Fokus gesundheitsmedizinischer Vorsorge. Schwangere sind für viele dieser Erkrankungen ein besonders vulnerables Kollektiv mit häufig erhöhten mütterlichen Komplikationsraten und assoziierten Risiken für das Ungeborene oder Neugeborene.
Eine sorgfältige Vorbereitung auf die Geburt ermöglicht es der Schwangeren, sich zuversichtlich und mit Vertrauen in ihren Körper auf die Geburt einzulassen. Für uns Ärztinnen und Ärzte geht es darum, die typischen schwangerschaftsbedingten Beschwerden von den mehrheitlich im dritten Trimenon auftretenden Schwangerschaftskomplikationen zu differenzieren, um ungünstige Verläufe zu verhindern und gleichzeitig keine unnötige Pathologisierung und Verunsicherung zu betreiben.
Das heutige Monitoring
Die späte fetale Wachstumsrestriktion (IUGR) ist eine der führenden Risikofaktoren für den intrauterinen Fruchttod (IUFT), die perinatale Morbidität sowie eine eingeschränkte neurologische Langzeitentwicklung des Kindes. In diesem Artikel werden heutige Möglichkeiten der Detektion der späten IUGR sowie dem Monitoring während Schwangerschaft besprochen.
Beratung, Risikoevaluation, Aufgaben in Prävention und Monitoring
Das Ziel der Schwangerenvorsorge ist gemäss der WHO-Empfehlungen die Reduktion von Komplikationen durch eine optimierte und adaptierte Betreuung (1). Schwangerschaften in fortgeschrittenem Alter haben erhöhte Komplikationsraten und werden daher als Risikoschwangerschaften eingestuft. Die Erstellung eines Risikoprofils und eine adaptierte Schwangerschaftsvorsorge sind empfehlenswert zur Vermeidung bzw. Früherkennung maternaler und fetaler Komplikationen.
Neues zu Risiken, Prävention, Diagnostik und Therapie
Eine Zytomegalievirus-Infektion während der Schwangerschaft kann zu schwerwiegenden fetalen Schäden führen. Neue Erkenntnisse zur Diagnostik, Prognoseeinschätzung und Behandlung erfordern eine Neubeurteilung der Möglichkeiten für eine frühzeitige Erkennung und Beratung sowie möglicher Optionen in der Prophylaxe und der Behandlung.